Blume im Abendlicht, ungepflückt, am Wegerand Im Welken begonnen, so erscheinst du mir hier, in einem letzten Sonnenschein; an meinem Weg, mit glühendem Kelch Bevor der Morgen im Tau dich wieder erweckt; die Dämmerung; das Abendrot verblasst im Schatten, er löscht deinen Schein, die Nacht bricht über dich ein – Engrammatik
Autor: Thomas Brucher
Willig
»Willig tun was man kann und willig leiden was man muß.« – Arthur Schopenhauer
Entdecken
Jugend verhüllt Schönheit – Engrammatik
Wiedersehensfreude
»Wenn man zu lieben beginnt, verbringt man seine Zeit nicht damit, zu ergründen, was diese Liebe ist, sondern damit, die Möglichkeit eines Wiedersehens für den folgenden Tag anzubahnen.« – Marcel Proust
Schauspielerei
»Ich blicke auf mein vergangenes Leben wie auf ein weites Feld in der Sonne, wenn sie durch die Wolken bricht; und ich bemerke mit metaphysischem Staunen, daß mein bedachtestes Tun, meine klarsten Vorstellungen, meine logischsten Vorhaben letztlich nichts anderes waren als angeborene Trunkenheit, naturgegebene Narrheit und großes Unwissen. Ich habe nicht einmal geschauspielert. Ich war… Schauspielerei weiterlesen
Nothing Personal
»Nothing Personal – ist wie ein Liebesfilm ohne das übliche romantische Beiwerk. Er beschreibt mit viel Sinn für kleine Gesten ein Lebenskonzept und die fast wortlose Hingabe zweier Menschen an diese Form des Zusammenlebens. Es ist ein ätherisches Ideal von Romantik, das die Frau kurzzeitig auch tatsächlich mit Liebe verwechselt.«
Posterität
»Ich finde, ein Foto ist das wichtigste Dokument. Es gibt nichts Belastenderes, als mit einem dummen, albernen Lächeln für immer in die Nachwelt überzugehen.« – Mark Twain
Was bleibt
»Altern ist eine fortschreitende Erfahrung von Verlust. Die Einsamkeit ist unausweichlich. Was bleibt, sind Spuren, die wir in Anderen hinterlassen. Prägungen, die an uns erinnern. Von unserem Selbst bleibt die Leere des Verlöschens.« – Manfred Köhler
Sublimiert
»Menschen fotografieren heißt ihnen Gewalt antun, indem man sie so sieht wie sie sich selbst niemals sehen, indem man etwas von ihnen erfährt, was sie selbst nie erfahren; es verwandelt Menschen in Objekte, die man symbolisch besitzen kann. Wie die Kamera eine Sublimierung des Gewehrs ist, so ist das Abfotografieren eines anderen ein sublimierter Mord… Sublimiert weiterlesen
Nootebooms Hotel
»Das Foto ist der Fetisch, der die Zeit zurückbringen soll, doch der Gewinn ist der Verlust: Im Tausch für die Erinnerung an ein früheres Selbst bekommst du die Gewißheit des endgültig Vergangenen, des niemals wiederkehrenden Augenblicks, während du ihn ja gerade hattest festhalten wollen.« – Cees Nooteboom, Nootebooms Hotel