Autor: Thomas Brucher
Zeitfrage
»Was einen einzigen Schritt von einem ersten Schritt unterscheidet, ist nur die Geduld, die man hatte oder nicht hatte, um auf den zweiten Schritt zu warten.« – José Saramago, Handbuch der Malerei und Kalligraphie
Vernalagnia
»Das Schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht.« – Jean Paul
Idyll
»Es beschäftigt mich daß es immer wieder gerade kluge Menschen sind, die den Tod nicht erwarten können.« – Max Frisch, Stiller
Struldbrugs
»Nun besucht Gulliver die Insel Luggnagg, auf der von den Untertanen erwartet wird, dass sie den Boden lecken, wenn sie sich dem König nähern wollen. Der König entledigt sich bisweilen seiner Gegner, indem er den Boden mit Gift versieht. Die Luggnaggier berichten Gulliver von Unsterblichen, den Struldbrugs, die mit einem roten Fleck über der linken… Struldbrugs weiterlesen
Ungemütlich
»Sich selbst zu erkennen ist nicht nur die schwierigste Sache der Welt, sondern auch die unbequemste.« – Georg Bernhard Shaw
Proverbial
»Würden die Menschen danach streben, sich selber zu vervollkommnen, statt die ganze Welt zu retten, selbst innerlich frei zu werden, statt die ganze Menschheit zu befreien – wieviel hätten sie getan zur wahrhaften Befreiung der ganzen Menschheit!« – aus China
Nachtruhe
»Der Schlaf wurde erfunden, damit wir uns Nacht für Nacht an den Tod gewöhnen.« – Juli Zeh, Corpus Delicti
Also
»Also. Hans bekommt die Grippe. Fritz nicht. Eine Frage der Anfälligkeit, wie jedermann weiß. Die Grippe sucht sich den Hans aus, weil der Hans sich nicht wehrt. An Hansens Abwehrschwäche ist nicht die Grippe schuld. Wohl aber verstärkt sie sein Gefühl der Schwäche.« – Markus Werner
Rostig
»Warten ist Rost für die Seele.« – Carlos Ruiz Zafon