Tiefsinn

»Dann beobachten wir diese Lebenden, die wie die Vögel über die Oberfläche eines Wassers schießen, und einer wird tauchen oder hineinstoßen, aber nicht wieder auftauchen und nie mehr gesehen werden. Und wir unsererseits werden nie mehr gesehen werden, wenn wir einmal durch die Oberfläche gestoßen sind. Aber dann haben wir keinen Beweis, daß es unter… Tiefsinn weiterlesen

Dazwischen

»Das Ende läßt nicht nur rückwirkend die Seltsamkeit des Anfangs und die Zufälligkeit der Geburt hervortreten, es läßt uns auch ahnen, indem es unser Vertrauen in die endlose Fortdauer der Zwischenzeit erschüttert, daß das Selbstverständliche gar nicht so selbstverständlich ist. Durch seine unerklärliche Brutalität rückt der Tod die Grundlosigkeit der Geburt und damit indirekt die… Dazwischen weiterlesen

Bewußtseyn

»Der Mensch allein trägt in abstrakten Begriffen die Gewißheit seines Todes mit sich herum: diese kann ihn dennoch, was sehr seltsam ist, nur auf einzelne Augenblicke, wo ein Anlaß sie der Phantasie vergegenwärtigt, ängstigen. Gegen die mächtige Stimme der Natur vermag die Reflexion wenig. Auch in ihm, wie im Thiere, das nicht denkt, waltet als… Bewußtseyn weiterlesen

Spintisieren

»Wer bei Kräften ist, kann sich kaum ausmalen, welche Wucht [dieser] Verlust von Kontrolle entwickelt.« – Roland Schulz, So sterben wir [Piper Verlag – EAN 978-3-492-31621-7]

So sterben wir

»Deinen Körper tragen mehr als 200 Knochen, mehr als 600 Muskeln vollführen deine Bewegungen. Dein Herz schlägt in Hast über hundert Mal pro Minute, das Blut mit solchem Druck durch seine Bahnen pumpend, dass der Puls durch deinen kompletten Körper klingt. Deine Lungen atmen Tag für Tag mehr als 10 000 Liter Luft ein, aus… So sterben wir weiterlesen

Niedergang

»Ziele nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst, landest du zwischen den Sternen.« – Friedrich Nietzsche