Wer wir waren

»Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.« – Roger Willemsen, Wer wir waren

Funkloch

„Viele von uns konnte nach einiger Zeit nur noch die Großstadt mit ausreichend Reizen ernähren. Das Dorf machte Angst wie der Wald oder das Funkloch. Denn dort trat ein Lärm hervor, der hinter dem Lärm der Metropolen unüberhörbar geworden war: die Stille, das Schweigen zwischen denen, die sich nichts zu sagen hatten, Floskeln hervorbrachten, Effekte… Funkloch weiterlesen

Erwachen

»Und was kommt nach dem Untergang?« Fabian pflückte einen kleinen Zweig, der über ein Gitter hing, und gab zur Antwort: »ich fürchte, die Dummheit.« – Erich Kästner, Fabian

Schrund

»Es kommt für jeden der Augenblick der Wahl und der Entscheidung: Ob er sein eigenes Leben führen will, ein höchst persönliches Leben in tiefster Fülle, oder ob er sich zu jenem falschen, seichten, erniedrigenden Dasein entschließen soll, das die Heuchelei der Welt von ihm begehrt.« – Oscar Wilde

Niedergang

»Ziele nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst, landest du zwischen den Sternen.« – Friedrich Nietzsche

Schreiben

»Dieses ganze Schreiben ist nichts anderes als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel.« – Franz Kafka

Origami

»Nicht ein Atom des Körpers wird vergehen und nicht ein Hauch von Seele. Sobald der Nordwind den Saum des Geistes zusammenrafft, wird sich der Ostwind erheben und ihn entfalten.« – Khalil Gibran

Festland

»Demut besteht nicht darin, dass wir uns für minderwertig halten, sondern darin, dass wir vom Gefühl unserer eigenen Wichtigkeit frei sind. Dies ist ein Zustand der natürlichen Einfachheit, der im Einklang mit unserer wahren Natur ist und uns erlaubt, die Frische des gegenwärtigen Augenblicks zu schmecken.« – Matthieu Ricard