…die Wirklichkeit sei nur vermittels der Kamera objektiv erfaßbar, aseptisch, diese allein sei fähig, die Zeit und den Raum festzuhalten, worin sich das Erlebnis abspiele, während ohne Kamera das Erlebnis davongleite, sei es doch, kaum erlebt, schon Vergangenheit, damit nur noch Erinnerung und wie jede Erinnerung verfälscht, Fiktion, weshalb es ihm vorkomme, er sei kein… Vermittels weiterlesen
Kategorie: Existenzielle Psychodynamik
Fersengeld
»Das Leben verfolgt uns wie unser eigener Schatten. Nur wenn alles Schatten ist, ist kein Schatten. Das Leben verfolgt uns nur dann nicht, wenn wir uns ihm ausliefern.« – Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe
Tunlichst
»Ich würde nun sicher unglücklich werden, und ich wollte es lieber darüber sein, daß mir eine Sache fehlte, als nicht einmal zu wissen, daß es sie gab.« – Christiane Rochefort
Die Welt von gestern
»Die Sonne schien voll und stark. Wie ich heimschritt, bemerkte ich mit einemmal vor mir meinen eigenen Schatten, so wie ich den Schatten des anderen Krieges hinter dem jetzigen sah. Er ist durch all diese Zeit nicht mehr von mir gewichen, dieser Schatten, er überhing jeden meiner Gedanken bei Tag und bei Nacht; vielleicht liegt… Die Welt von gestern weiterlesen
Märchen
»Manchmal ist es besser, an Märchen zu glauben, denn die Wirklichkeit muss man ertragen können.« – Veit Etzold
Beziehungsweise
»Eine Stunde ist nicht nur eine Stunde; sie ist ein mit Düften, mit Tönen, mit Plänen und Klimaten angefülltes Gefäß. Was wir die Wirklichkeit nennen, ist eine bestimmte Beziehung zwischen Empfindungen und Erinnerungen.« – Marcel Proust
Friedenshetze
FORUM 1813 – Museum zur Völkerschlacht, Leipzig
Wesensart
»Der Tod ist eine Firma, die ständig Leute sucht.« – Juli Zeh, Nullzeit
Projektion
»Wenn man zu Gott spricht, ist man religiös. Wenn Gott mit einem spricht, ist man irre.« – Hugh Laurie
Ohne Worte
»Sein Kopf war wie eine leere Schachtel, es waren keine Bilder mehr darin. Gedanken und Träume waren fort.« – Constantin Virgil Gheorghiu