Vielfältigkeit

›Und warum reden wir?‹ ›Weil es uns Spaß macht. Weil es den Kaldaunen gut tut. Vor allem, weil es interessant ist.‹ ›Was ist interessant?‹ ›Meine Distanz. – So sagten Sie eben. Meine Distanz von was?‹ ›Vom Leben, von den Menschen, von der Wirklichkeit.‹ ›Ich bin Beobachter. Ich engagiere mich nicht.‹ ›Weshalb?‹ ›Weil es keinen zureichenden… Vielfältigkeit weiterlesen

Liebesgegner

»Es ist doch so: Der Mensch ist in Wahrheit allein. Im Tiefsten, meine ich. Liebe ist Spiegelung. Man sieht im anderen jenen Teil von sich selbst, den man direkt nicht sehen kann. Wer sieht schon ohne Spiegel seinen Hintern? Niemand. Der Liebesgegner ist der Spiegel. Freilich liebt man nicht jeden Spiegel, sondern nur den, in… Liebesgegner weiterlesen

Totmacher

»Als er den Garten und das kleine gelbe Häuschen inmitten der Rosensträucher vor sich sah, fühlte er sich plötzlich heiter und leicht, und er freute sich darauf, mit dem Arzt über sich selbst so sprechen zu können, als sei er – Xaver Ykdrasil Zangl – eine fest umrissene Person, deren Leben klare Konturen und eine… Totmacher weiterlesen

Elter

so tief die wunden so großer schmerz geschundene seele gequältes herz so traurig die augen so dunkle seen gemordetes lächeln grausames geschehen so viele tränen so voller scham warum nur warum hast du das alles aus liebe getan (?) *mutters liebe* – K. S.

Finden

Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen von bereits Bekanntem im Neuen. Finden – das ist das völlig Neue! Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer! Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die sich im Ungeborgenen… Finden weiterlesen

Weggeglückt

»Die einen waren auf der Suche und deshalb unzufrieden, die anderen hatten gefunden und waren letztlich mit dem Gefundenen unzufrieden. Und der Gefundene…wäre wohl oft am liebsten nie entdeckt worden.« – René B. Werner, Weggeglückt

Idyll

»Es beschäftigt mich daß es immer wieder gerade kluge Menschen sind, die den Tod nicht erwarten können.« – Max Frisch, Stiller

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»Oft habe ich mich gefragt, ob die Einsamkeit die Sensibilität erhöht oder ob man die Einsamkeit wählt, weil man zu sensibel ist.« – Susanna Tamaro, Mein Herz ruft deinen Namen